Segelflug Motorflug Modellflug Fallschirmspringen

Segelfliegen ist ein Mannschaftssport. Obwohl man im Cockpit allein oder zu zweit sitzt, sind einige Helfer am Boden nötig, um das Flugzeug sicher in die Luft zu bekommen. Damit das Fliegen für uns bezahlbar bleibt, sollte jeder mit anpacken. Bei uns wird nicht wie bei einer Fluggesellschaft in "Personal" und "Fluggäste" unterteilt. Wenn Flugbetrieb stattfindet, wechselt man mehrmals die Rollen - vom Bodenpersonal zum Piloten und umgekehrt. Jeder soll in die Luft kommen. Da ist es klar, dass wir uns gegenseitig unterstützen. Es gibt den Windenfahrer, den ehrenamtlichen Fluglehrer und den Startleiter. Und natürlich sind viele weitere helfenden Hände zugange, die morgens die Hallen ausräumen oder tagsüber die Seile von der Winde zur Startstelle bringen. Hier braucht man echte Teamplayer oder solche, die es werden wollen. Das ist wohl auch der Grund für den Zusammenhalt in der Segelfluggruppe. Wir sind aufeinander angewiesen und jeder muss sich auf den anderen verlassen können.



Natürlich ist Fliegen für uns das Wichtigste. Deshalb engagieren wir uns ja im Verein. Darüber hinaus kann Dir aber jedes Vereinsmitglied mindestens einen weiteren Grund nennen, warum Du zu uns in den Aero Club Stuttgart kommen solltest. Wir treffen uns nicht nur auf dem Flugplatz, sondern verbringen unsere Freizeit auch oft außerhalb luftiger Aktivitäten gemeinsam: In den wärmeren Monaten des Jahres sind wir eng mit Grill und Zelt verbandelt, in den Wintermonaten finden sich ebenfalls genügend Partyanlässe oder Ski-Ausfahrten, und gelegentlich tun sich auch ein paar Sportbegeisterte zusammen, z.B. um gemeinsam zu Laufen. Bei diversen öffentlichen Veranstaltungen geben wir außerdem unser Bestes in eigener Sache. Solltest Du also mal ein Segelflugzeug mitten in der Stuttgarter Innenstadt vorfinden - das könnte unseres sein!

Wir freuen uns, wenn wir die Begeisterung für den lautlosen Sport am Himmel mit Dir teilen können!

Mit der folgenden Checkliste kannst Du selbst testen, ob Segelfliegen im Verein für Dich die geeignete Freizeitbeschäftigung ist. Durch einen Klick auf die Fragen kommst Du zu einer genaueren Erläuterung und wirst sehen: Du musst kein außergewöhnlicher Typ sein, um in der Fliegerei ein Hobby zu finden.

 

Möchtest Du wirklich Fliegen lernen?
Hast Du genug Zeit für diesen Sport zur Verfügung?
Kannst Du Dir das Fliegen finanziell leisten?
Bist Du bereit Dich über den Flubetrieb hinaus zu engagieren?
Bist Du gesundheitlich geeignet?
Bist Du der "richtige Typ"?
Über welchen Zeitraum möchtest Du Flugsport betreiben?


Möchtest Du wirklich Fliegen lernen? Fliegen lernt man nicht im Wochenendseminar. Es ist einiges an Zeit und Durchstehvermögen erforderlich um zur Pilotenlizenz zu gelangen. Du solltest Dir deshalb sicher sein, dass der Wunsch Fliegen zu lernen keiner momentanen Laune entspringt, sondern dich auch noch in einigen Jahren regelmäßig zum Flugplatz treibt; sonst ist es schade um die investierte Kraft und Zeit.
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Steht Dir genug Zeit für diesen Sport zur Verfügung?

Segelfliegen ist eine relativ zeitintensive Sportart. Solltest Du bereits in verschiedenen Vereinen Mitglied sein bzw. andere Sportarten betreiben, die einen großen Teil Deiner Freizeit in Anspruch nehmen, solltest Du Dir überlegen ob nun auch noch das Fliegen zu Deiner "Sammlung" gehören muss. Du solltest dabei bedenken, dass im Flugsport Übung nicht nur den Meister macht (wie in anderen Sportarten auch), sondern auch einer der wichtigsten Sicherheitsfaktoren in der Fliegerei darstellt. Besonders am Anfang solltest Du regelmäßig zum Fliegen kommen um die Ausbildung nicht unnötig zu verlängern und auch Zeit für die Theoriestunden, das selbstständige Lernen und natürlich die Werkstattarbeit im Winter einplanen. In der kalten Jahreszeit treffen wir uns regelmäßig (jeden Mittwoch Abend) in unserem Vereinsheim und werkeln an unseren Flugzeugen und Fahrzeugen herum, um sie fit für die nächste Saison zu machen.
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Kannst Du Dir das Fliegen finanziell leisten?

Das Gerücht, Fliegen sei nur etwas für Millionärskinder, hält sich zwar hartnäckig, ist aber genau so falsch wie das Vorurteil vom golfspielenden Manager. Bei uns fliegen Piloten aus allen sozialen Schichten, auch Schüler, Auszubildende und Studenten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten Flugsport zu betreiben. Das Fliegen im Verein zählt zu den kostengünstigsten Varianten, weil sich mehrere Piloten die Kosten teilen und die teure Technik von allen genutzt, aber auch von allen bezahlt wird. In einem Verein ist es durch eine eigene Werkstatt und geschulte Mitglieder auch möglich, einen großen Teil der teuren Flugzeugwartung und Reparatur selbst zu erledigen und damit weiter Kosten zu sparen. Natürlich bedeutet dies für jedes Mitglied, Arbeitsstunden für den Verein zu leisten. Der Mitgliedsbeitrag für den Aero Club Stuttgart und die Segelfluggruppe beträgt zusammen etwa 650,- EURO pro Jahr, dazu kommen noch die Kosten für jede tatsächlich geflogene Flugstunde, die sich bei Segelflugzeugen je nach Flugzeugtyp zwischen 12,- € und 19,- EURO bewegt. Viele Segelflieger kommen mit 900,- bis 1200,- € im Jahr aus; fliegt man häufig, wird es natürlich auch teurer, aber da der Mitgliedsbeitrag pauschal bezahlt wird, lohnt sich die Mitgliedschaft für Vielflieger erst recht. Alle unsere Flugzeuge sind versichert und mit unseren Gebühren können wir unseren Flugzeugpark auf dem neuesten Stand der Technik halten. Motorseglerpiloten zahlen für Mitgliedsbeitrag und Flugstunde etwas mehr. Während Deiner Ausbildung zum Luftfahrerschein musst Du zusätzlich Geld für Bücher, die Seminare und Prüfungsgebühr einplanen. zum Seitenanfang

Bist Du bereit Dich über den Flubetrieb hinaus zu engagieren?

Ein Verein lebt vom Engagement seiner Mitglieder. Wenn alle nur zum Fliegen auf den Flugplatz kommen, wird aus dem Verein eine Haltergemeinschaft für Flugzeuge mit allen Konsequenzen. Wir erwarten von unseren Mitgliedern Mitarbeit bei den verschiedenen Aktivitäten des Vereins. Das sind z. B. die Arbeiten in der Werkstatt, die Organisation und Durchführung von Präsentationen des Aero Club in der Öffentlichkeit, bei Umzügen, Festen usw. sowie Beteiligung an den verschiedenen Treffen und Veranstaltungen des ACS.

 

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Bist Du gesundheitlich geeignet?

Das Führen eines Flugzeuges setzt eine gewisse körperliche Mindestkondition voraus. Wichtig ist vor allem ein gesundes Herz-Kreislauf-System sowie gute Sehfähigkeit. Eine Brille ist meist kein Problem, wenn sie nicht zu stark ist. Eine Neigung zu Anfallsleiden wie Epilepsie oder Störungen im Gleichgewichtssinn oder Diabetes führen jedoch in der Regel zu einer Fluguntauglichkeit. Die medizinische Tauglichkeit wird von einem speziell dafür zugelassenen "Fliegerarzt" festgestellt. Wir können dir einige empfehlen.
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Bist Du der "richtige Typ"?

Piloten sind nur im Film Helden und in Wirklichkeit ganz normale Leute ohne Hang zum Heroischen. Du benötigst keine außergewöhnlichen Fähigkeiten um das Fliegen zu erlernen. Wichtig ist, dass Du in der Lage bist, Dich selbst einzuschätzen und eine gesunde Einstellung zum Risiko hast. Uns sind vorsichtige Leute lieber als Draufgänger. Flugunfälle haben ihren Grund oft in mangelnder Risikoabschätzung oder Selbstüberschätzung. Die Fähigkeit logische Zusammenhänge zu verstehen, hilft vor allem beim theoretischen Unterricht. Natürlich solltest Du Dich in der Gemeinschaft wohl fühlen, denn Segelfliegen ist ein Mannschaftssport.
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Über welchen Zeitraum möchtest Du Flugsport betreiben?

Keine Ahnung? Du solltest Dir darüber wenigstens einmal Gedanken machen. Was hast Du vor? Macht es wirklich Sinn jetzt Zeit und Kraft in den Luftfahrerschein zu investieren, wenn Du anschließend keine Möglichkeiten mehr haben wirst, die Lizenz zu erhalten (es sind dafür Mindestflugstunden nötig), weil sich Deine Lebensumstände entsprechend geändert haben? Kurz vor einem Auslandssemester, dem Wehrdienst oder dem Beginn einer sehr arbeitsreichen Zeit (z. B. Diplomarbeit schreiben) mit wenig Freizeit lohnt es sich kaum. Andererseits stellt der Segelflug auch eine hervorragende Möglichkeit dar, den Alltag hinter sich zu lassen und ein Wochenende lang etwas völlig anderes zu machen! Erfahrungsgemäß sind auch frisch gebackene Eltern zunächst kaum in der Lage, sich irgendwelchen Freizeitaktivitäten zu widmen. Dies solltest Du zumindest bedenken, auch wenn es meist kein prinzipielles Problem ist, lohnt es sich in diesen Fällen oft, den Beginn der Ausbildung zumindest zu verschieben.
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